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Rock around the Blog!
Hier findest du spannende Blogartikel zu wechselnden Themen, geschrieben von Psychologiestudierenden. Zu allen Texten werden Quellen und weiterführende Informationen angeboten, damit ihr euch bei Interesse mit Informationen aus erster Hand versorgen könnt.
Los geht’s!


Das Kind, das keine Sorgen macht
Beim Familienessen geht es wieder um deinen Sohn. Wie die Woche war, ob die Medikamente umgestellt wurden, was die Klinik gesagt hat. Dein anderes Kind sitzt daneben, hört zu und nickt. Irgendwann fragst du, wie es ihm geht. Es sagt: „Gut." Und dann geht das Gespräch weiter. Das ist nicht böse gemeint. Es ist einfach so geworden. Wenn ein Kind psychisch erkrankt, richtet sich die Aufmerksamkeit der Familie auf dieses Kind - und das muss auch so sein. Krisen haben Vorrang. Ter
vor 4 Tagen5 Min. Lesezeit


Grenzen setzen und trotzdem helfen – wie wir andere unterstützen, ohne uns selbst zu vergessen.
Es ist etwas Schönes, für andere Menschen da zu sein. Wir hören zu, helfen, wenn jemand Unterstützung braucht, und versuchen Lösungen zu finden, wenn das Leben schwierig wird. Anderen Menschen zu helfen, gibt uns das Gefühl, etwas Sinnvolles zu tun und gebraucht zu werden. Doch manchmal vergessen wir dabei einen wichtigen Menschen: uns selbst. Wir sagen Ja, obwohl wir eigentlich Nein meinen. Wir nehmen uns Zeit, obwohl wir selbst kaum noch Kraft haben. Wir stellen die Bedürfn
28. Okt.4 Min. Lesezeit


Mythos „Resilienz als Allheilmittel“
„Du musst einfach resilienter werden, dann ist alles besser.“ Vielleicht hast du diesen Satz schon öfter gehört. Vielleicht hast du ihn dir selbst gesagt, nachdem du wieder mal einen schwierigen Tag überstanden hast. Für einen psychisch erkrankten Menschen da zu sein, kostet Kraft. Wenn Resilienz als Lösung für alles präsentiert wird, klingt das zunächst hoffnungsvoll. Es kann sich aber auch wie eine weitere Aufgabe anfühlen. Der Gedanke „Wenn ich nur stark genug wäre, müsste
21. Okt.5 Min. Lesezeit


Die unsichtbare Last im Kopf – Warum uns auch kleine Entscheidungen viel Kraft kosten können
Du stehst abends in der Küche. Du weißt einfach nicht, was du kochen sollst. Du schaust in den Kühlschrank und machst ihn wieder zu. Oder du sitzt vor einer einfachen Textnachricht. Du liest sie fünfmal durch. Einfach, weil du unsicher bist, ob dein Tonfall richtig rüberkommt. Am Ende des Tages liegst du auf dem Sofa und fühlst dich mental völlig erschöpft. Dabei ist heute doch eigentlich gar nichts „Großes“ passiert. Keine handfeste Krise. Kein dramatischer Streit. Keine leb
7. Okt.6 Min. Lesezeit


Hilfe annehmen ist Stärke: Warum niemand Krisen allein bewältigen muss
„Ich schaff das schon allein.“ Diesen Satz hast du bestimmt schon einmal gesagt. Doch was passiert, wenn wir irgendwann merken, dass wir es eben nicht allein schaffen? Manchmal gerät das Leben aus dem Gleichgewicht. Eine schwierige Situation, ein Rückschlag oder eine unerwartete Veränderung kann uns vor Herausforderungen stellen. Trotzdem fällt es vielen Menschen schwer, offen zu sagen „Ich brauche Hilfe.“ Wir denken oft, stark sein bedeutet, alles selbst schaffen zu müssen.
16. Sept.4 Min. Lesezeit


Wenn sich eine Partnerschaft irgendwann wie Fürsorge anfühlt
Eigentlich wolltest du nur fragen, wie der Tag war. Doch aus ein paar Minuten werden fast zwei Stunden. Du hörst zu, tröstest und suchst nach Lösungen. Am nächsten Morgen erinnerst du an den Arzttermin, erledigst den Einkauf und beantwortest eine Nachricht, weil dein Partner gerade keine Kraft dafür hat. Das fühlt sich zunächst selbstverständlich an. Schließlich bedeutet Liebe auch, füreinander da zu sein. Doch irgendwann merkst du, dass immer mehr Verantwortung bei dir lande
5. Aug.4 Min. Lesezeit


Akzeptanz eigener Hilfsbedürftigkeit
Wie Glaubenssätze unser Handeln leiten Du gibst jeden Tag viel. Deine Zeit. Deine Kraft. Deine Aufmerksamkeit. Für Andere da zu sein, ist für dich selbstverständlich. Hilfe für dich selbst anzunehmen dagegen oft nicht. Vielleicht kennst du Gedanken wie: „Ich muss das allein schaffen.“ Oder: „Jetzt darf ich keine Schwäche zeigen.“ Solche Überzeugungen begleiten viele Angehörige psychisch erkrankter Menschen. Und manchmal machen sie das Leben schwerer, als es ohnehin schon ist.
29. Juli4 Min. Lesezeit


Wenn selbst Aufstehen zu viel sein kann
Was ME/CFS mit Menschen und Familien macht Dein Partner liegt im abgedunkelten Schlafzimmer. Ohrenschützer. Schlafmaske. Kein Fernseher, keine Musik, kaum Gespräche. Du öffnest die Tür vorsichtiger als früher, weil selbst das Geräusch der Klinke schon zu viel sein kann. Vielleicht steht das Essen unangetastet neben dem Bett. Vielleicht planst du deinen Tag längst danach, wie viele Reize heute möglich sind. Vielleicht fragst du dich, warum wir bei Psytastic über eine schwere s
22. Juli5 Min. Lesezeit


Zwischen Hoffnung und Druck
Wie du Menschen mit Depression begleiten kannst, ohne ungewollt Druck aufzubauen Dein Partner sitzt wieder mit dir am Tisch. Vor wenigen Tagen war selbst das Aufstehen kaum möglich. Heute trinkt ihr gemeinsam einen Kaffee. Ihr sprecht über Belangloses, vielleicht fällt sogar ein kleines Lächeln. Für einen Augenblick wirkt alles ein wenig leichter. Du merkst, wie sich Erleichterung breitmacht. Langsam geht es wieder aufwärts, denkst du hoffnungsvoll. Am liebsten würdest du sag
15. Juli5 Min. Lesezeit


Wenn die eigenen Probleme plötzlich unwichtig wirken
Warum viele Angehörige ihre eigenen Sorgen immer weiter zurückstellen Deine Mutter ruft wieder an. Sie klingt erschöpft. Vielleicht weint sie. Vielleicht sagt sie nur leise: „Ich schaffe das alles nicht mehr.“ Und sofort schaltet bei dir alles um. Du hörst zu, beruhigst, organisierst, denkst mit. Währenddessen verschwinden deine eigenen Gedanken immer weiter im Hintergrund. Der Stress auf der Arbeit. Deine Erschöpfung. Die Kopfschmerzen seit Tagen. Die Tatsache, dass du selbs
24. Juni4 Min. Lesezeit


„Ich fühle nichts mehr“ – wenn aus Daueranspannung emotionale Abstumpfung wird
Dein Partner sitzt neben dir auf dem Sofa. Er erzählt von seiner ständigen Erschöpfung, seinen Ängsten, den Gedanken, die ihn nicht loslassen. Du hörst zu. Wie gestern. Wie letzte Woche. Wie schon so viele Male zuvor. Früher hat es dir das Herz gebrochen, ihn so zu sehen. Heute bleibt die altbekannte Welle aus Mitgefühl, Trauer und Hilflosigkeit aus. Stattdessen fühlst du gar nichts. Du spürst nur Leere und Müdigkeit. Und sofort meldet sich das schlechte Gewissen: „Was stimmt
17. Juni3 Min. Lesezeit


Rückzug bei Depressionen: Wenn deine Hilfe nicht ankommt
Dein Partner zieht sich immer weiter zurück. Die Tür zum Schlafzimmer bleibt häufiger geschlossen, gemeinsame Mahlzeiten werden seltener und Gespräche, die früher selbstverständlich waren, versanden bereits nach wenigen Worten. Obwohl ihr euch ständig seht, fühlt es sich an, als würde die Distanz zwischen euch von Tag zu Tag wachsen. Du möchtest Verantwortung übernehmen, du möchtest helfen - und trotzdem hast du das Gefühl, dass deine Hilfe einfach nicht ankommt. Über emotion
4. Juni5 Min. Lesezeit


Leben im Gefühlschaos: Wie hältst du jemanden, der sich selbst nicht halten kann?
Was du als Angehörige über die emotional-instabile Persönlichkeitsstörung wissen solltest. Du kennst dieses Gefühl wahrscheinlich gut: Ein Moment läuft gut, und im nächsten ist alles anders. Heftiger Streit, dann wieder Nähe. Tiefe Erschöpfung auf deiner Seite, und gleichzeitig das Gefühl, irgendwie standhalten zu müssen. Wenn bei einem Menschen, den du liebst, eine emotional-instabile Persönlichkeitsstörung (EIPS) vorliegt, ist das oft genau diese Erfahrung. Täglich. Sie ent
27. Mai5 Min. Lesezeit


Unsichtbare Belastung im Job: Wenn niemand auf der Arbeit merkt, was du privat trägst
Du sitzt am Schreibtisch, der Bildschirm leuchtet, die Mail-Liste ist lang, und in deinem Kopf läuft parallel ein zweiter Film. Wie geht es ihr heute? Hat er seine Medikamente genommen? Was, wenn das Telefon klingelt? Wenn du Angehörige oder Angehöriger eines Menschen mit einer psychischen Erkrankung bist, kennst du dieses Doppelleben wahrscheinlich gut. Außen funktionierst du. Innen trägst du eine Last, von der die meisten Kolleginnen und Kollegen nichts wissen. Wenn der K
20. Mai3 Min. Lesezeit


„Was, wenn ich nicht mehr kann?“ – Die Angst vor dem eigenen Zusammenbruch
Stell dir vor, es ist Dienstagmorgen. Du hast die ganze Nacht nicht geschlafen, weil du dir Sorgen um die depressive Episode deines Partners gemacht hast. Dein Handy vibriert: Eine Nachricht von der Arbeit, eine Erinnerung an den Termin beim Kinderarzt und die Frage im Hinterkopf: „Habe ich heute schon eingekauft?“ In diesem Moment zieht sich dein Brustkorb zusammen. Es schießt dir ein Gedanke durch den Kopf: „Wenn ich jetzt wegbreche, bricht hier alles zusammen. Das geht nic
15. Apr.4 Min. Lesezeit


Ich weiß langsam gar nicht mehr, wer ich eigentlich bin
Wenn eine nahestehende Person psychisch erkrankt, verändert sich auch das eigene Leben. Termine müssen organisiert und begleitet werden, wir stehen in Krisen zur Seite und versuchen so, den Alltag der Person zu stabilisieren. Wir denken nicht lange nach, wir handeln einfach. Doch mit der Zeit nimmt diese neue Rolle immer mehr Raum ein. Freizeit fühlt sich plötzlich egoistisch an und eigene Bedürfnisse werden aufgeschoben. Wir finden seltener Zeit für unsere Hobbys und soziale
25. März7 Min. Lesezeit


„Ich weiß oft gar nicht, was Krankheit ist – und was Verhalten“
Es kann oft schwer sein, zwischen Verhalten und Symptom zu unterscheiden. Ist der Rückzug reines Desinteresse – oder Ausdruck einer Depression? Ist die Gereiztheit mangelnde Wertschätzung oder Teil der Erkrankung? Unsicherheit und Überforderung entstehen genau an dieser Stelle. Man möchte Rücksicht auf die besondere Situation eines nahestehenden Menschen nehmen, gleichzeitig weiß man gar nicht so genau, wie man reagieren soll. Dieser Zwiespalt kann zu Schuldgefühlen und Frust
4. März6 Min. Lesezeit


„Ich habe Gefühle, die ich eigentlich nicht haben dürfte!“ – Weg von der Selbstverurteilung hin zur Selbstakzeptanz
Als Angehörige*r oder Begleitperson eines Menschen mit einer psychischen Erkrankung stehst du oft unter einem enormen, meist unsichtbaren Erwartungsdruck. Die eigene psychische Belastung wird häufig zugunsten der anderen Person zurückgestellt. Es entsteht oft der Eindruck, dass die Begleitung reibungslos funktionieren müsste, wenn man sich nur genug bemüht. Doch die Realität zeigt, dass es schnell zu emotionalen Konflikten kommen kann. Man investiert Zeit sowie Energie und is
25. Feb.5 Min. Lesezeit


Self-Talk im Alltag: Was wir aus dem Leistungssport lernen können
Wie Angehörige von psychisch erkrankten Menschen die Kraft innerer Sprache nutzen können Vom Spielfeld ins Leben Im ersten Teil unserer Reihe ging es darum, wie Athlet:innen durch gezielte Selbstgespräche Leistung, Fokus und Gelassenheit verbessern können. Doch die Wirkung von innerer Sprache endet nicht beim Wettkampf. Auch im Alltag stehen Menschen unter mentalem Druck – besonders jene, die einen psychisch erkrankten Angehörigen begleiten. Zwischen Sorgen, Hilflosigkeit u
26. Nov. 20253 Min. Lesezeit


Helfen, ohne zu schaden – die Rolle von Angehörigen bei chronischen Schmerzen
Chronische Schmerzen betreffen nicht nur die Menschen, die sie Tag für Tag ertragen müssen – sie werfen auch weite Schatten auf ihr Umfeld. Partner:innen, Familienmitglieder und Freund:innen stehen plötzlich vor einer großen Herausforderung: Sie wollen unterstützen, trösten und entlasten, haben dabei aber oft die Sorge, etwas falsch zu machen. Wenn ein geliebter Mensch leidet, ist der Impuls klar: Man möchte sofort helfen. Doch genau hier beginnt die innere Zerrissenheit viel
29. Okt. 20257 Min. Lesezeit
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