top of page
Rock around the Blog!
Hier findest du spannende Blogartikel zu wechselnden Themen, geschrieben von Psychologiestudierenden. Zu allen Texten werden Quellen und weiterführende Informationen angeboten, damit ihr euch bei Interesse mit Informationen aus erster Hand versorgen könnt.
Los geht’s!


Zwischen Hoffnung und Druck
Wie du Menschen mit Depression begleiten kannst, ohne ungewollt Druck aufzubauen Dein Partner sitzt wieder mit dir am Tisch. Vor wenigen Tagen war selbst das Aufstehen kaum möglich. Heute trinkt ihr gemeinsam einen Kaffee. Ihr sprecht über Belangloses, vielleicht fällt sogar ein kleines Lächeln. Für einen Augenblick wirkt alles ein wenig leichter. Du merkst, wie sich Erleichterung breitmacht. Langsam geht es wieder aufwärts, denkst du hoffnungsvoll. Am liebsten würdest du sag
vor 2 Tagen5 Min. Lesezeit


Wenn Freude sich auf einmal falsch anfühlt: „Warum es fremd erscheint, glücklich zu sein, wenn ein geliebter Mensch leidet“
Dein Arbeitsvertrag für deinen neuen Traumjob liegt unterschrieben auf dem Tisch! Endlich! Monatelang hast du auf diesen Tag hingearbeitet, Bewerbungen geschrieben, Gespräche geführt und gehofft, dass es diesmal klappt. Abends sitzt du mit deinem Partner auf dem Sofa. Eigentlich wolltet ihr deinen Erfolg feiern, vielleicht etwas essen gehen oder einfach nur gemeinsam glücklich sein. Doch dein Partner wirkt still, müde und leer. Seit Wochen geht es ihm nicht gut. Heute ist wie
8. Juli5 Min. Lesezeit


Die Angst, selbst psychisch zu erkranken: „Der Kopf hört nicht auf“
Vielleicht kennst du das auch: jede Stimmungsschwankung scheint einem verdächtig. Die eigenen Gefühle und das Verhalten werden ständig hinterfragt. Besonders in stressigen Lebensphasen tauchen diese Gedanken häufiger auf. Und je mehr man sich selbst beobachtet, desto größer wird die Angst. Ein Paradox, das viele kennen. Viele landen nachts wieder bei Google, machen Selbsttests oder suchen nach irgendeiner Bestätigung dafür, dass alles noch „normal“ ist. Und irgendwann fühlt s
1. Juli4 Min. Lesezeit


Wenn die eigenen Probleme plötzlich unwichtig wirken
Warum viele Angehörige ihre eigenen Sorgen immer weiter zurückstellen Deine Mutter ruft wieder an.Sie klingt erschöpft. Vielleicht weint sie. Vielleicht sagt sie nur leise: „Ich schaffe das alles nicht mehr.“ Und sofort schaltet bei dir alles um. Du hörst zu, beruhigst, organisierst, denkst mit. Währenddessen verschwinden deine eigenen Gedanken immer weiter im Hintergrund. Der Stress auf der Arbeit. Deine Erschöpfung. Die Kopfschmerzen seit Tagen. Die Tatsache, dass du selbst
24. Juni4 Min. Lesezeit


„Wo sind wir geblieben?“ - Wenn sich alles nur noch um die Erkrankung dreht
Du wolltest eigentlich nur erzählen, wie schön der Spaziergang am Morgen war oder was im Büro passiert ist, und kaum hast du angefangen, ist das Gespräch schon wieder dort, wo es in letzter Zeit fast immer landet: bei der Erkrankung deines Liebsten. Vielleicht kennst du das Gefühl, dass sich der gesamte Alltag um Negatives dreht und für das Leichte, Beiläufige kaum noch Raum bleibt. Dieser negative Fokus ist eine der stilleren Belastungen, von denen Angehörige berichten, und
10. Juni4 Min. Lesezeit


Rückzug bei Depressionen: Wenn deine Hilfe nicht ankommt
Dein Partner zieht sich immer weiter zurück. Die Tür zum Schlafzimmer bleibt häufiger geschlossen, gemeinsame Mahlzeiten werden seltener und Gespräche, die früher selbstverständlich waren, versanden bereits nach wenigen Worten. Obwohl ihr euch ständig seht, fühlt es sich an, als würde die Distanz zwischen euch von Tag zu Tag wachsen. Du möchtest Verantwortung übernehmen, du möchtest helfen - und trotzdem hast du das Gefühl, dass deine Hilfe einfach nicht ankommt. Über emotion
4. Juni5 Min. Lesezeit


Leben im Gefühlschaos: Wie hältst du jemanden, der sich selbst nicht halten kann?
Was du als Angehörige über die emotional-instabile Persönlichkeitsstörung wissen solltest. Du kennst dieses Gefühl wahrscheinlich gut: Ein Moment läuft gut, und im nächsten ist alles anders. Heftiger Streit, dann wieder Nähe. Tiefe Erschöpfung auf deiner Seite, und gleichzeitig das Gefühl, irgendwie standhalten zu müssen. Wenn bei einem Menschen, den du liebst, eine emotional-instabile Persönlichkeitsstörung (EIPS) vorliegt, ist das oft genau diese Erfahrung. Täglich. Sie ent
27. Mai5 Min. Lesezeit


Stigmatisierung im eigenen Umfeld – wie Vorurteile entstehen und was uns dann helfen kann
Bens Sohn hat eine ADHS-Diagnose. Bis jetzt hat er niemandem davon erzählt, denn im Internet stößt er immer wieder auf Kommentare, die ihn verunsichern. Der Tenor ist klar: ADHS sei eine reine Modediagnose – wären diese Kinder „richtig“ erzogen, gäbe es diese Probleme gar nicht. Solche Aussagen bleiben hängen. Sie lassen Zweifel aufkommen – nicht an der Diagnose, aber daran, wie andere darüber denken. Was, wenn sein Umfeld genauso urteilt? Wenn hinter seinem Rücken geredet wi
6. Mai6 Min. Lesezeit


„Ich bin ständig wachsam, ich kann einfach nicht abschalten“
Kennst du dieses Gefühl, innerlich nie wirklich zur Ruhe zu kommen? Wenn eine Person, die du liebst, psychisch krank ist und deine Hilfe braucht, kannst du nie wirklich abschalten. In Gedanken bist du oft schon beim nächsten möglichen Problem, der nächsten Krise, dem nächsten Moment, in dem du gebraucht wirst. Mit der Zeit wird dieser Zustand zur Normalität. Du begleitest Termine, stehst in Krisen zur Seite und stabilisierst so den Alltag. Und mit der Zeit bist du vor allem e
29. Apr.6 Min. Lesezeit


„Was, wenn ich nicht mehr kann?“ – Die Angst vor dem eigenen Zusammenbruch
Stell dir vor, es ist Dienstagmorgen. Du hast die ganze Nacht nicht geschlafen, weil du dir Sorgen um die depressive Episode deines Partners gemacht hast. Dein Handy vibriert: Eine Nachricht von der Arbeit, eine Erinnerung an den Termin beim Kinderarzt und die Frage im Hinterkopf: „Habe ich heute schon eingekauft?“ In diesem Moment zieht sich dein Brustkorb zusammen. Es schießt dir ein Gedanke durch den Kopf: „Wenn ich jetzt wegbreche, bricht hier alles zusammen. Das geht nic
15. Apr.4 Min. Lesezeit


"Ich habe Sorge, dass es wieder passiert" – Rückfälle und Krisen mit affektiven Störungen
Ein erkrankter Dir nahestehender Mensch hat es geschafft, sich wieder einen stabilen Alltag aufzubauen. Dinge fühlen sich wieder sicherer an. Vielleicht sogar ein bisschen leichter. Trotzdem bleibt oft die Frage: „Was, wenn es wieder passiert?“ Die Angst, erneut in eine depressive oder manische Episode zu rutschen, begleitet nicht nur Menschen mit affektiven Störungen, sondern auch deren Angehörige. Vielleicht kennst du sie selbst oder erlebst sie bei einer nahestehenden Pers
8. Apr.7 Min. Lesezeit


Wenn Helfen zur Last wird: Der Kreislauf aus Verantwortung und schlechtem Gewissen
Du gönnst dir einen Abend für dich. Ein Buch, ein Bad, einfach nichts tun. Und dann kommt er, dieser leise, aber beharrliche Gedanke: Ich sollte eigentlich bei ihr sein. Ich sollte mich kümmern. Was, wenn gerade etwas passiert? Du legst das Buch weg. Die Entspannung ist weg. Und übrig bleibt ein schlechtes Gewissen, das sich anfühlt, als hättest du etwas Verbotenes getan, obwohl du doch nur kurz geatmet hast. Dieses Empfinden ist kein persönliches Scheitern, sondern eine logi
1. Apr.6 Min. Lesezeit


Ich weiß langsam gar nicht mehr, wer ich eigentlich bin
Wenn eine nahestehende Person psychisch erkrankt, verändert sich auch das eigene Leben. Termine müssen organisiert und begleitet werden, wir stehen in Krisen zur Seite und versuchen so, den Alltag der Person zu stabilisieren. Wir denken nicht lange nach, wir handeln einfach. Doch mit der Zeit nimmt diese neue Rolle immer mehr Raum ein. Freizeit fühlt sich plötzlich egoistisch an und eigene Bedürfnisse werden aufgeschoben. Wir finden seltener Zeit für unsere Hobbys und soziale
25. März7 Min. Lesezeit


"Ich merke, wie mein eigenes Leben immer kleiner wird"
Freunde fragen, ob du am Wochenende Zeit hast. Eine Einladung zum Geburtstag. Ein spontaner Kaffee nach der Arbeit. Dinge, die früher selbstverständlich waren. Und trotzdem sagst du immer öfter ab – nicht, weil du nicht möchtest, sondern weil gerade zu viel los ist. Weil dein Kopf schon voll ist. Weil du nicht weißt, wie stabil dein Angehöriger heute ist. Oder weil dir schlicht die Energie fehlt. Du gibst alles. Und trotzdem reicht es nie. Damit bist du nicht allein. Angehöri
11. März5 Min. Lesezeit


„Ich weiß oft gar nicht, was Krankheit ist – und was Verhalten“
Es kann oft schwer sein, zwischen Verhalten und Symptom zu unterscheiden. Ist der Rückzug reines Desinteresse – oder Ausdruck einer Depression? Ist die Gereiztheit mangelnde Wertschätzung oder Teil der Erkrankung? Unsicherheit und Überforderung entstehen genau an dieser Stelle. Man möchte Rücksicht auf die besondere Situation eines nahestehenden Menschen nehmen, gleichzeitig weiß man gar nicht so genau, wie man reagieren soll. Dieser Zwiespalt kann zu Schuldgefühlen und Frust
4. März6 Min. Lesezeit


„Ich habe Gefühle, die ich eigentlich nicht haben dürfte!“ – Weg von der Selbstverurteilung hin zur Selbstakzeptanz
Als Angehörige*r oder Begleitperson eines Menschen mit einer psychischen Erkrankung stehst du oft unter einem enormen, meist unsichtbaren Erwartungsdruck. Die eigene psychische Belastung wird häufig zugunsten der anderen Person zurückgestellt. Es entsteht oft der Eindruck, dass die Begleitung reibungslos funktionieren müsste, wenn man sich nur genug bemüht. Doch die Realität zeigt, dass es schnell zu emotionalen Konflikten kommen kann. Man investiert Zeit sowie Energie und is
25. Feb.5 Min. Lesezeit


Therapy Speak - wenn therapeutische Begriffe zu Alltagswörtern werden
Du stehst in der Küche und räumst gerade die Spülmaschine ein, während dein*e Partner*in am Tisch sitzt. Eigentlich ein normaler Abend. Du erwähnst beiläufig, dass du dich am Wochenende gerne mit Freunden treffen würdest – allein. Plötzlich verändert sich die Stimmung. Ein kurzes Schnauben, ein vorwurfsvoller Blick, ein Kommentar darüber, dass du „schon wieder flüchten würdest“. Du versuchst zu erklären, dass du einfach nur mal Zeit für dich brauchst, doch bevor du den Satz b
18. Feb.7 Min. Lesezeit


Helfen, ohne zu schaden – die Rolle von Angehörigen bei chronischen Schmerzen
Chronische Schmerzen betreffen nicht nur die Menschen, die sie Tag für Tag ertragen müssen – sie werfen auch weite Schatten auf ihr Umfeld. Partner:innen, Familienmitglieder und Freund:innen stehen plötzlich vor einer großen Herausforderung: Sie wollen unterstützen, trösten und entlasten, haben dabei aber oft die Sorge, etwas falsch zu machen. Wenn ein geliebter Mensch leidet, ist der Impuls klar: Man möchte sofort helfen. Doch genau hier beginnt die innere Zerrissenheit viel
29. Okt. 20257 Min. Lesezeit


Psychologische Sichtweisen auf chronischen Schmerz – warum die Psyche so wichtig ist
Wenn man an Schmerz denkt, denkt man meistens an etwas sehr Körperliches: Ein Signal aus dem Gewebe, das uns vor Gefahr warnen soll. Doch wer schon einmal länger unter Schmerzen gelitten hat, weiß, dass es damit nicht getan ist. Besonders bei chronischen Schmerzen, bei denen manchmal auch keine eindeutige körperliche Ursache gefunden wird, wird schnell deutlich: Der Körper allein erklärt nicht, warum Schmerzen bleiben, sich verstärken oder den Alltag so stark einschränken. Ge
22. Okt. 20256 Min. Lesezeit


Schluss mit den Mythen – Typische Irrtürmer über psychische Erkrankungen
Vielleicht hast du es selbst schon mal erlebt, dass jemand sagte: „Ach, das ist doch nicht so schlimm“ oder „Da muss man sich eben mal...
8. Okt. 20254 Min. Lesezeit
bottom of page