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Soziale Phobie – Was Angehörige wissen sollten


Foto von Anna Tarazevich: https://www.pexels.com/de-de/foto/gekratzte-fliesen-auf-roter-oberflache-6136088/




Soziale Phobie verstehen

 






Was ist eine soziale Phobie?

Menschen die unter einer sozialen Phobie/sozialen Angststörung leiden, haben Angst davor von anderen Menschen negativ bewertet beziehungsweise beurteilt zu werden. Konkret befürchten sie, dass sie sich falsch verhalten könnten oder wegen einer ihrer Eigenschaften kritisch bewertet zu werden. Diese Befürchtungen treten im Kontext von sozialen Ereignissen wie beispielsweise dem Präsentieren eines Vortrages, einem Bewerbungsgespräch oder dem Besuch eines Konzertes auf. Neben diesen Situationen können sie aber auch schon bei „unbedeutenderen“ Ereignissen auftreten wie beim Fahren mit öffentlichen Verkehrsmitteln, bei einer Bestellung im Restaurant oder beim Flanieren durch die Stadt.

Was sind die Symptome bei einer sozialen Phobie?

Wann wird sie diagnostiziert?

Kreislauf der sozialen Phobie

Wie wird sie behandelt?



Tipps für Angehörige

 

Partner, Eltern, Kinder oder andere dem Betroffenen nahestehende Personen sind häufig indirekt betroffen, fühlen sich hilflos und suchen nach Möglichkeiten die betroffenen Personen zu unterstützen. Die folgenden Punkte sollen als Richtungsweiser dienen, um Angehörigen weiterzuhelfen:

  • Die soziale Phobie sollte nicht mit Schüchternheit verwechselt oder gleichgesetzt werden. Eine soziale Phobie grenzt sich von der Schüchternheit durch die erhebliche Stressbelastung in sozialen Situationen ab. In diesen wird mit ausgeprägter Angst/Furcht reagiert, das zu Vermeidungsverhalten führen kann.

  • Meistens erscheinen für viele Angehörige die Ängste der Betroffenen aus objektiver Sicht als irrational. Diese Sichtweise kann einen Konflikt sowohl im Inneren als auch mit den Betroffenen selbst verursachen. Gefühle des Ärgers, der Verständnislosigkeit oder der Hoffnungslosigkeit können auf lange Sicht dazu führen, dass Angehörige selbst unter psychischen Erkrankungen leiden. Wichtig ist daher zu versuchen, die soziale Phobie in ihrer Gesamtheit zu akzeptieren, um die inneren und äußeren Konflikte zu lösen.

  • Um das Krankheitsbild besser zu verstehen, können diverse Informationsquellen herangezogen werden, wie beispielsweise Ratgeber, Selbsthilfegruppen für Angehörige oder Therapeuten.

  • Es gibt einen wesentlichen Aspekt bei der Hilfeleistung als Angehöriger: „[…] die Lösung der Schwierigkeiten [kann] nur durch den Betroffenen selbst erfolgen […]“ (Consbruch & Stangier, 2021, S. 81). Das klingt zunächst hart, aber nimmt man dem Betroffenen zu viel ab, kann es sein, dass dieser die Überzeugung erlangt nicht allein zurecht zu kommen. Als Angehöriger kann man am besten die betroffene Person unterstützen indem man sie lobt, ihr zuhört und sie ermutigt, sich neuen Situationen zu stellen. Dies trifft im Übrigen auch für Angehörige zu, die Eltern von einem betroffenen Kind sind. Eltern müssen nicht ein perfektes, angstfreies Vorbild darstellen. Es kann durchaus helfen, wenn Kinder in ihrer Entwicklung mitbekommen, dass ihre Eltern auch mal nervös oder ängstlich vor etwas sind. Sie lernen dadurch, dass man nicht jede Situation im Leben selbstsicher und fehlerfrei lösen muss.

  • Es ist wichtig seine eigenen Bedürfnisse nicht aus den Augen zu verlieren und sein eigenes soziales Netzwerk weiterhin zu pflegen. Das bedeutet, man sollte nicht mit Rücksicht auf die betroffene Person selber soziale Aktivitäten meiden. Ansonsten könnte langfristig die Beziehung sowohl zur betroffenen Person als auch zum nahestehenden Umfeld des Angehörigen gefährdet werden oder der Angehörige wird zunehmend unzufrieden mit seinem eigenen Leben.



Quellen


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